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Die Väter der Götter


der Ursprung die Erde Himmel, All - 1.Götterkönig Erinnerung Recht 2.Götterkönig 2.Götterkönigin röm. Japetus Meer Meer auch Kreios Meergöttin,

Tochter von Pontos und Gaia Koios Phoibe Hyperion

(auch Beiname des Helios) Theia die "kuhäugige" Muttergöttin,

3.Götterkönigin Blitz und Donner - 3.Götterkönig Fruchtbarkeit, Ernte, Ackerbau Heim, Herdfeuer auch Aidoneus, Unterwelt Meer Okeanide Okeanide Pallas Sternengott Perses Sternengöttin Geliebte des Zeus Sonnengott Mond Morgenröte Jahreszeiten Göttinnen der Künste Pandora Prometheus Menoitios Epimetheus der Träger des Himmelsgewölbes Ausschnitt aus der Genealogie
Ausschnitt aus der Genealogie


Der Begriff Titan symbolisiert seit der Antike Größe, Kraft und Mächtigkeit. Die Titanen sind eine alte Göttergruppe und - nicht nur laut Apollodors "Bibliotheke" oder Hesiods "Theogonie" - ebenso wie die Kyklopen und die Hekatoncheiren Kinder der beiden Urpotenzen Gaia und Uranos.
Sie symbolisieren siderische Kräfte, Mächtigkeit und Sittlichkeit, gelten als die ersten griechischen Götter im als "Golden" bezeichneten Zeitalter und früh hat sich eine Zwölferreihe herausgebildet:
Je vier Brüder und Schwestern sind zu Paaren verbunden, zwei erhalten nichtitanische Gattinnen, während die restlichen zwei Titaninnen zu Gattinnen des Zeus werden.
Die Titanen sind die Stammeltern aller Götter und Menschen (Homer, Hesiod), daher werden auch die Nachkommen teilweise Titanen genannt.
Ihr Untergang wird durch den zehn Jahre währenden Kampf der Kroniden (Zeus und Geschwister) nebst Verbündeten gegen die Titanen - der Titanomachie - eingeleitet. Hier sind sie:


 ́Ωκεανός (Okeanos)  -  Τηθύς (Tethys)

Oceanus (Vatikanische Museen)
Okeanos - von Rabax63 (Eigenes Werk)
[CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Okeanos ist einer der ersten der Titanen und auch als einer der ersten Meergötter bekannt (mal abgesehen von der Personifikation Pontos), der sich in der Titanomachie - mit Prometheus gegen Zeus kämpfend - im entscheidenden Augenblick auf die Seite der Olympier schlägt. Als nährendes Wasser ist er der Vater alles Lebenden. Seine Frau ist nach so ziemlich jeder Quelle die Meergöttin Tethys und beide nach Homer und Hesiod Eltern aller Flüsse, des ganzen Meeres, der Quellen, ja sogar aller Brunnen. Sie leben an der Grenze der Erde ganz im Westen.
Hesiod schreibt ihnen 3000 Söhne und 3000 Töchter - die Okeaniden - zu und nennt in seiner Theogonie 66 Namen - Dazu gehören u.a.:
Pleione, Klymene(1), Perse(is), Elektra(2), Doris, Philyra, Styx, Acheloos und die bekanntesten Flüsse wie Eridanos, Nil(os) oder Phasis.
Danach kann man davon ausgehen - und so sagt es Apollodor - dass so ziemlich jede Gottheit, die irgend etwas mit Wasser zu tun hat - egal ob Meergott, Flussgott oder Quellnymphe - ein Nachkomme von Okeanos und Tethys ist.
Ansonsten spielt Tethys eher eine kleine und Okeanos eigentlich gar keine Rolle in der Mythologie, bis auf den Umstand, dass beide die Herrschaft über alles Wasser übernommen haben.


 ̀Υπερίων (Hyperion)  -  Θεία (Theia)

Sie kämpften auf Seiten der Titanen in der Titanomachie.
Ansonsten sind Hyperion und Theia zwei weitere Titanen, die in der Mythologie eher selten auftreten; übrigens zu Unrecht. Denn sie sind die Eltern von so namhaften Gottheiten wie Helios, dem Sonnengott.
Vielleicht auch gerade deshalb, denn Hyperion ist in vielen Quellen ein Beiname des Helios.
Während sich Homer in Ilias und Odyssee widerspricht, macht die in meinen Augen logischste Überlieferung (Hesiods Theogonie) die beiden zu den Eltern nicht nur des Helios, sondern auch der Eos (Göttin der Morgenröte) und der Selene (Mondgöttin). Auch Apollodor beschreibt es - unter anderem - so.


Κοι̃ος (Koios)  -  Φοίβη (Phoibe)

Von Koios und Phoibe ist nicht viel überliefert, da sie in der Mythologie nur eine geringe Rolle spielen.
Zumindest Koios kämpfte auf Seiten der Titanen in der Titanomachie und beide sind laut Apollodor (Bibliotheke) und Hesiod (Theogonie) die Eltern von Asteria (Göttin und Mutter der Gestirne) und Leto (Naturgöttin und Zeusgemahlin). Und zumindest Leto als Mutter der Zwillinge Apollon und Artemis von Zeus wird noch Erwähnung finden.


Κρόνος (Kronos)  -   ̀Pεία (Rheia)

Saturnus fig274
Kronos mit der von Gaia geformten Sichel - See page for author, via Wikimedia Commons

Kronos ist der jüngste Titan und nach dem kleinen Kastrationszwischenfall des Uranos Weltbeherrscher im als golden bezeichneten Zeitalter.
Er ist ein Götterkönig, urweltlicher Allgott, Saat- und Erntegott und der Gott der Zeitalter, -rechnung und der verrinnenden Zeit.

Kronos und Rheia
Rhea - aus Meyers Konversationslexikon von 1888 - See page for author, via Wikimedia Commons

Rheia wird ihm als Gemahlin zur Seite gestellt und beide werden Eltern der bekanntesten Götter der griechischen Antike.
Dazu zählen unter anderem Hades (Unterwelt), Demeter (Erntegöttin), Hestia (Göttin des Heims und des Herdfeuers), Pluto(n) (die nettere Seite der Unterwelt), Poseidon (Meer), Hera (Mutter-göttin) und Zeus (Blitz, Donner).
Aus Angst vor Erfüllung eines Orakels, er werde von einem Sohn der Macht beraubt, verschlingt Kronos all seine Kinder, bis auf Zeus, statt dem ihm Rheia einen in Windeln gewickelten Stein unterschiebt.
Zeus wächst versteckt bei den Kureten in Kreta auf und kann Kronos später ablösen, indem er ihm den Kopf abschlägt. Aus dem Torso entkommen dann alle verschlungenen Götter.
Nach der Niederlage der Titanen in der Schlacht gegen die Olympier, wird auch Kronos verbannt.


Κρι̃ος (Kr(e)ios)

Krios (Kreios) ist verheiratet mit der "Meertitanin" Eurybie (Tochter von Pontos und Gaia), und durch sie Vater von Pallas, Astraios und Perses(1). Er kämpfte auf Seiten der Titanen in der Titanomachie. Ansonsten ist nicht viel von ihm überliefert.


Ίαπετός (Iapetos)

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Themis - von Ricardo André Frantz [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Auf Seiten der Verlierer in der Titanomachie wurde Iapetos in den Tartaros gestürzt. Die Bekanntheit von Iapetos ist größtenteils auf seine Verwandschaft beschränkt.
Durch seine Frau - die Okeanide Klymene(1) - ist er Vater von sehr bekannten mythischen Gestalten, die als Titanennachfahren bisweilen auch Titanen genannt werden. Dazu gehören Atlas, Prometheus, Epimetheus, Menoitios, Pandora, Buphagos, Anchiale und weitere.


Θέμις (Themis)

Im goldenen Zeitalter ist sie die Göttin des altgeheiligten Rechts. Und somit wacht sie über die Gesetze der Familie und der öffentlichen Ordnung auch in der größeren Gemeinschaft. Selbst bei den Göttern versucht sie Gerechtigkeit durchzusetzen und Unrecht zu verhindern.
Der Göttervater Zeus nahm sie sich zur Frau und ihm gebar Themis die Moiren, die Horen und weitere Kinder.
Später tritt sie auch als Beraterin der Götter auf, als sie z.B. Zeus und Poseidon vor einem 'Γάμος' (Gamos - Liebelei, kann aber auch Hochzeit oder Ehe bedeuten) mit Thetis warnt.


Mvημοσύvη (Mnemosyne)

Mnemosyne ist Göttin der Erinnerung und gehört ebenso wie Themis der ältesten Göttergeneration an. Sie wird teilweise mit Demeter verglichen und es tauchen in den überlieferungen tatsächlich zahlreiche Parallelen zwischen beiden Gottheiten auf.
Zeus verliebt sich in die "schönlockige" und teilt das Lager mit ihr, so wie er es auch später mit Demeter teilt. Als Zeus' Frau wird Mnemosyne Mutter der Musen.


weitere Titanen (Tιτα̃vες)

Pergamonmuseum - Antikensammlung - Pergamonaltar 27
Asteria und Phoibe - von Claus Ableiter [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Auch die Nachkommen der ursprüglichen zwölf werden bisweilen als Titanen bezeichnet. Titanen und Titanennachkommen spielen bei der Menschheitsentstehung eine besondere und wichtige Rolle.
Sehr bekannte und verbreitete Sagen berichten von den Sprossen der Titanen und sind vielerorts noch im Gedächtnis:


Άστερία (Asteria)

Asteria wird noch eher Titanin genannt als ihre Schwester Leto. Sie ist Tochter von Koios und Phoibe und Titanennachkomme Perses(1) (Persaios) ist ihr Ehemann. Allerdings ist sie von Zeus Mutter der Hekate.

Atlas, pazo de Bendaña, praza do Toural, Santiago de Compostela
Atlas (Statue auf dem Plaza del Toral in Santiago de Compostela) - von Enrique Dans [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Άστραι̃ος (Astraios)

Sohn von Krios und Eurybie wird Astraios als Gott mit den Sternen in Verbindung gebracht.
Er zeugte mit Eos die Winde (Boreas, Euros, Notos, Zephyros) und die Gestirne, z.B. den Morgenstern Lucifer und den Abendstern Hesperos (Eosphoros).


Άτλας (Atlas)

Der Sohn von Iapetos und Klymene hat die Aufgabe am Rand der Welt im äußersten Westen (Gibraltar), den Himmel zu stützen.
Atlas heiratet die Okeanide Pleione und ist Vater der sieben Pleiaden, der Hyaden und der Hesperiden.
Atlas spielt in zahlreichen Sagen eine Rolle, besonder in der der Hesperiden und des Perseus.
Herakles kann sich dank einer doppelten List die Hilfe von Atlas und die goldenen Äpfel der Hesperiden sichern.
In der Perseussage verwandelt dieser den Titan mit Hilfe des Hauptes der Medusa, wegen nicht gewährter gastlicher Aufnahme, in einen riesigen Felsen (Gibraltar).
Heutzutage wird mit Atlas neben der Kartensammlung z.B. der siebente Halswirbel des Menschen oder die Erdachse bezeichnet.


Virgil Solis - Deucalion Pyrrha
Deukalion und Pyrrha (Buchillustration von Virgil Solis für Ovids Metamorphosen, 1562), via Wikimedia Commons

Δευκαλίων (Deukalion) und Πύρρα (Pyrrha)

Sie sind Eltern des Hellen (Stammvater der Hellenen - also der Griechen) und gelten damit gleichzeitig als Vorfahren aller Menschen.
Die reich ausgeschmückte Sage um Deukalion und Pyrrha ist die Vorwegnahme der Geschichte um die Arche Noah.

Έπιμεθεύς (Epimetheus)

Epimetheus heiratet trotz der Warnung seines Bruders Prometheus die Pandora und ist so mit veranrwortlich für das Verbreiten aller Übel und Leiden unter der Menschheit. Er ist ein Sohn von Iapetos und Klymene und Vater der Pyrrha, der Frau des Deukalion.


Πανδώρα (Pandora)

Pandora wurde auf Geheiß des Zeus von Hephaistos geschaffen, von den Göttern mit Reizen und von Zeus mit allen Übeln und Leiden in einer Box ausgestattet, um den Feuerdiebstahl des Prometheus zu rächen.
Hermes bringt sie zu den Menschen und Epimetheus nimmt sie trotz Prometheus' Warnung zur Frau. Das Öffnen der Box bringt alles Schlechte und alle Leiden über die Menschheit (Hesiod Theogonie).
Nach anderen Quellen, ist sie Tochter von Iapetos und Klymene, damit Schwester von Epimetheus, Menoitios, Atlas und Prometheus und diejenige, die aus Neugier die von Hermes übergebene Box öffnet und somit alle Übel auf die Menschheit loslässt.


Παλλάς (Pallas)

Sohn von Krios und Eurybie, Gatte der Okeanide Styx und Vater von Nike (Sieg), Bia (Gewalt), Kratos (Stärke) und Zelos (Eifer).
Die Göttin Athene trägt mitunter diesen Beinamen (Pallas Athene).


Atlas Typhoeus Prometheus
Atlas, der gefesselte Prometheus und der Adler (Trinkschale aus Cerveteri, um 555 v. Chr., Vat. Museen, Rom) - von Karl-Ludwig Poggemann, via Wikimedia Commons

Πέρσης (Pers|es, -aios)

Perses(1) ist ein weiterer Sohn von Krios und Eurybie und Gemahl seiner Cousine Asteria. Durch sie ist er Stiefvater der Hekate.


Προμηθεύς (Prometheus)

Prometheus war Götterbote der Titanen.
Er stiehlt das Feuer vom Berg Olymp und bringt es den Menschen.
Die Strafe für den Sohn von Iapetos und Klymene ist hart. Er wird auf Befehl Zeus an den Kaukasos geschmiedet und muss unaussprechliche Qualen erleiden, wenn ihm tagtäglich ein Adler die Leber bis auf ein kleines Stück auffrisst. Da die Leber nachts wieder nachwächst, kann er nie sterben.
Erst Herakles kann ihn aus dieser misslichen Lage befreien.
Prometheus ist Vater des Deukalion.