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Die mythischen Gestalten der 12 Sternzeichen


der ursprung der sternbilder

Mitte des 5. Jh. v.Chr. waren alle Sternzeichen in der heutigen Form bekannt.
Obwohl aus griechischer Mythologie stammend gehen ihre Bezeichnungen auf römische übersetzer wie Cicero oder Germanicus zurück, die in der Zeit des Kaiserreiches die lateinischen Namen prägten und verbreiteten.
Schon bei ihnen wurder der so genannte Tierkreis mit den zwölf folgenden Sternzeichen hervorgehoben, den die Sonne in einem Jahr scheinbar durchwandert.


Aquitarius (Wassermann)


Wassermann
 der Wassermann

Als Zeus beabsichtigte, wegen der Verderbnis der Menschen - Anlass waren die Freveltaten des Lykaon - das eherne Geschlecht zu vernichten und Griechenland zu überschwemmen, baut der rechtschaffene Spross des Titanensohns Prometheus Deukalion eine Arche, in der er mit seiner Frau, der Tochter des Titanensohns Epimetheus und der Pandora, Pyrrha 9 Tage auf den Wassermassen der mittleren Sintflut (zwischen der Sintflut des Ogyges und der des Dardanos) umhertreibt.
Es gibt verschiedene Quellen, wo die beiden nach dem Verrinnen der Flut landen.
Jedenfalls bringen sie Zeus ein Dankesopfer und werfen nach der Weissagung eines Orakels mit verhülltem Gesicht die "Gebeine der Mutter" - der Mutter Erde Gaia, also Steine - hinter sich.
Aus den Steinen des Deukalion werden Männer, aus denen der Pyrrha Frauen und beide erschaffen so ein neues Menschengeschlecht.
Deukalion aber wird als Wassermann am Himmel verewigt - übrigens ohne den Wasserkrug (Sternbild Urna), der erst später, wohl in spätgriechischer oder römischer Zeit, dazugedichtet wurde.


Aries (Widder)


Widder
 der Widder

Als die Stiefmutter von Phrixos und Helle Ino - zweite Frau des Athamas nachdem die Mutter der beiden Nephele verstoßen wurde - ihnen nach dem Leben trachtet, indem sie Dürre und Unfruchtbarkeit heraufbeschwört, Orakel fälscht und Phrixos als Sühneopfer herhalten soll, entrückt Nephele die beiden Geschwister auf einen Widder mit goldenem Vlies (Fell) und diese können durch die Luft entfliehen.
Während Helle über dem Hellespont abstürzt und ihm dadurch seinen Namen gibt, landet Phrixos in Kolchis, im sagenhaften Sonnenland Aia, bei König Aietes und bekommt dessen Tochter Chalkiope zur Frau.
Der Widder wird Zeus geopfert, als Sternbild Aries an den Himmel versetzt und sein Flies in einem Hain aufgehängt.
Iason und die Argonauten haben später Schwierigkeiten bei Ihrem Auftrag, diese Flies zu holen.


Cancer (Krebs)


Krebs
der Krebs




Capricorn(us) (Steinbock)


steinbock
der Steinbock




Gemini (Zwillinge)


zwillinge
die Zwillinge

Als Gemini meint man gemein hin die Dioskuren, das "göttliche" Zwillingspaar, das schon vor der klassischen Zeit (vor 800 v.Chr.) der Antike unter verschiedenen Namen in ganz Griechenland verehrt wurde.
Die ritterlichen unzertrennlichen Zwillinge, der Rossebändiger Kastor und der Faustkämpfer Polydeukes (Pollux), die auch den beiden Hauptsternen des Sternbildes ihre Namen geben, gelten als Söhne der Leda aus dem Geschlecht der lakonischen Atlantiden und des Zeus in Schwangestalt (Sternbild Schwan) bzw. des Königs von Sparta Tyndareos und sind damit Brüder der Klytaimnestra - Frau des Agamemnon - und der schönsten Frau Griechenlands Helena - Frau des Menelaos -, deren Entführung der Grund für den trojanischen Krieg war.
Die Dioskuren waren Teilnehmer an der kalydonischen Jagt, am Zug der Argonauten und stritten sich mit den Apharetiden Idas und Lynkeus um die Leukippiden Hilaeira und Phoibe.
Den Kampf um die beiden Mädchen überlebt nur Polydeukes.


Leo (Löwe)


leo
der Löwe




Libra (Waage)


waage
die Waage

Die Waage ist schon seit minoischer Zeit und länger das Symbol für das gesprochene Recht.
Die Gestalt der Gerechtigkeitsgöttin wurde häufig dargestellt. So gibt die bekannte Statue der Iustitia (einer latinisierten Themis), mit verbunden Augen und einer Waage in der Hand - die Waage als Synonym für das Abwägen von Für und Wider - die Augenbinde als Synonym für das Nichtansehens der Person.
Mehrere Gestalten der griechischen Mythologie werden als Rechtsgöttinen angesehen - so z.B. Themis, die Beraterin der Titanen und der Götter in den späteren Zeitaltern.
Die Waage als Sternbild gehört jedoch zur Hore der Gerechtigkeit Dike, die in diesem Zusammenhang auch als Sternbild Jungfrau gilt.


Pieces (Fische)


fische
die Fische




Sagittarius (Schütze)


schuetze
der Schütze

Von Haus aus gilt Chiron oder Cheiron als Heilgott mit chthonischen Zügen aus der Gegend um Pelion.
Der Sohn des Titanen Kronos in Rossgestalt und der Nymphe Philyra hat die Gestalt eines Kentauren grenzt sich aber von denen nicht nur durch seine Abstammung sondern auch durch seine Rechtschaffenheit ab.
Seine Frau ist Nymphe Chariklo. Seine Tochter Endeis wird Frau des Aiakos und damit Mutter von Peleus und Telamon.
Chiron ist Ahn von Helden wie Achilles, Aias(1) oder Teukros. Nebenbei gilt er als Lehrer aller Helden, der oben genannte aber auch Götter, Könige und weitere Gestalten aufzog und ihnen Heilkunst, Jägerei und das Leierspiel lehrte.
Ohne eigene Schuld von einem vergifteten Pfeil des Herakles mit einer unheilbaren Wunde verletzt, hätte er als Unsterblicher ewig dahin siechen müssen. Statt dessen tritt er seine Unsterblichkeit an Prometheus ab und geht freiwillig in den Hades hinab.
Er wird einmal als Schütze ein anderes Mal als Kentaur an den Himmel versetzt.


Scorpio (Skorpion)


skorpion
der Skorpion

Gleich mehrere Sternbilder sind in die Sage um Orion involviert.
Orion ist ein Riese und Jäger, mit Sirios (Sternbild Großer Hund) als Begleiter, der mit Artemis jagt und um dessen Größe und Schöhnheit ihn die Götter beneiden.
Er stellt den Pleiaden nach, die daraufhin von Zeus als Trauben (Sternhaufen Pleiaden) an den Himmel versetzt werden.
Orion aber stirbt am Stich eines Skorpions (das Sternbild), was wohl auf die Rache der Artemis zurückgeht, da Orion ihr oder ihrer Begleiterin Opis nachstellte.


Taurus (Stier)


stier
der Stier

Mehrere Stiere tauchen in der griechischen Mythologie auf, die teilweise gleichgesetzt wurden - so der, in dessen Gestalt Zeus die Tochter des Agenor Europa aus dem Geschlecht der Inachiden entführt, oder der folgend beschriebene kretische Stier:
König Minos von Kreta bittet bei Antritt seiner Herrschaft zum Beweis, dass sie gottgewollt sei, Poseidon um einen Stier, den er dem Gott opfern will.
Poseidon schickt aus dem Meer ein stattliches weißes Prachtexemplar, welches Minos derart gefällt, dass er es gegen einen Stier aus seiner eigenen Herde austauscht und an dessen Stelle opfert.
Der Meeresgott über den Betrug verständlicherweise erbost beschlägt Stier und Pasiphae, die Frau des Minos und Tochter von Helios mit Wahnsinn und während Pasiphae in heißer Liebe zu dem stolzen Geschöpf entbrennt verwüstet das derweil ganz Kreta.
Der gefangene Baumeister Daidalos muss eine hölzerne Kuh bauen, in der Pasiphae mit dem Stier den Liebesakt vollzieht.
Aus der Verbindung entspringt Minotauros.
Herakles kann den Stier - als eine seiner zwölf Arbeiten - einfangen und zu Eurytheus bringen. Der lässt das Rindvieh wieder frei und das verwüstet daraufhin die Gegend um Marathon.
Erst Theseus kann dem nun marathonisch genannten Stier später endlich den Garaus machen.


Virgo (Jungfrau)


jungfrau
die Jungfrau

Für die Jungfrau gibt es mehrere Entsprechungen und keine kann wirklich als vorgezogene gelten, da sie in verschieden Regionen teilweise parallel und gleichberechtigt entstanden.

Artemis, jungfräuliche Göttin der Jagd, des Waldes und der Tiere, aber auch des Opfers von Tieren und Menschen ist Tochter des Zeus und der Titanentochter Leto und Zwillingsschwester des Gottes Apollon.
Sie gilt als unnahbare Jägerin, teilweise als rachsüchtige Göttin, die Verfehlungen in Liebesdingen und versuchte Vergewaltigungen hart bestraft. Selbst die unabsichtliche Beobachtung ihres Bades und ihrer selbst in strahlender Nacktheit bestraft sie hart.

Die Hore der Gerechtigkeit Dike wird häufig mit ähre (Sternbild Spica) oder - wie ihre Mutter - mit Waage (Sternbild Libra) und verbundenen Augen dargestellt.
Sie ist Tochter von Zeus und Titanin Themis, der Gerechtigkeitsgöttin im goldenen Zeitalter.

Am häufigsten genannt wird Erigone, die Tochter des von Dionysos unterwiesenen Weinbauern Ikarios (Sternbild Bootes).
Erigone findet geführt vom Hund Seirios (Prokyon) - Sternbild Kleiner Hund - ihren von den anderen Bauern erschlagenen Vater, da diese dachten, die vom Wein Betrunkenen wären vergiftet, und erhängt sich.
Erigone wird mit Traube und Hund an den Himmel versetzt.