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Die wichtigsten Götter, Gottheiten und Personifikationen


die wichtigsten gottheiten

Selbst wenn man nur die wichtigsten Gottheiten nennen will, hat man eine Menge zu tun. Auf der Seite der Titanen kann man schon einiges erahnen. Ich will aber trotzdem versuchen, eine mehr oder weniger vollständige Auflistung der Gestalten zu liefern, die von den Griechen in der Antike in der einen oder anderen Form kultisch verehrt wurden:

Asklepios
Asklepios

Asklepios

Asklepios ("schlangengliedriger"), griechischer Gott der Heilkunst und Sohn von Apollon und Koronis(1) ist wohl einer der ersten erwähnten Ärzte.
Er verkörperte - früh als Dämon und erst später als Gottheit angesehen - das Wissen der Kräuterkunde, magischen Zauber als auch medizinische Wissenschaft. Später werden ihm sogar göttliche Heilkräfte zugeschrieben. Er ist Heros und Arzt wie später seine Söhne Machaon und Podaleirios, Schüler des kräuterkundigen Kentauren Cheiron und Totenerwecker.
Asklepios wird in vielen Sagen erwähnt: So, bei der Rettung sein eigenes Kindes aus dem verbrennenden Leib der getöteten Mutter (Epione) oder als er den Minossohn  Glaukos wieder zum Leben erweckte.
Er half und heilte und wiedererweckte, wo er konnte, aber ein Eingriff zuviel in den natürlichen Lauf der Dinge, wird er von Zeus schwer bestraft, indem der ihn mit einem Blitz erschlägt (Homer, Hesiod, Pindar).
Sein Name ist - in der latinisierten Form Äskulap - im gleichnamigen Stab mit einer Schlange, dem Symbol der Pharmazie, verewigt.


Dionysos

Dionysos
der Gott des Weinbaus
Dionysos
Dionysos und eine Bacchantin


Eileithyia

Eileithyia
Eileithyia


Eos

Eos
die Morgenröte - Eos

Eos, eine Tochter von Hyperion und Theia, verkörpert die Morgenröte.
Die "Morgenröte" ist aber nicht ganz so keusch und jungfräulich, wie man vielleicht vermuten würde. Mit Astraios zeugt sie die Winde und die Gestirne, darunter den Morgenstern Lucifer und den Abendstern Hesperos (Eosphoros).
Hals über Kopf verliebt sie sich in Tithonos, einen Sohn des Troers Laomedon, und entführt ihn - wie viele andere - als schönen Jüngling und macht ihn zu ihrem Mann. Durch ihn wird Eos Mutter von Emathion und Memnon.
Sie entführte auch Orion und Kleitos, und ihr Liebesabenteuer mit Kephalos bringt sie mit der Prokrissage in Verbindung.


Eros - der Liebesgott
Eros

Eros


Hades

Hades
Hades - Herr der
Unterwelt


Hebe - die Jugend
Hebe -
die Jugend

Hebe


Hekate

Kerberos, Hekate
Hekate mit Kerberos

Hekate wird als Allgöttin gerühmt, zumindest nach ihrem frühen archaischen Kult in Milet. Sie sitzt als Hilfreiche mit zu Gericht und hat von Zeus einen Anteil an Erde, Meer und Himmel erhalten. In der klassischen Antike gehört sie zu den Chthoniern oder chthonischen Gottheiten, gilt eher als düstere Göttin der Nacht und der Zauberei. Ihr Begleiter ist der Hund - bei den Griechen ein dämonisches Tier.
Sie ist aber auch Beschützerin der Sammler, Jäger und Fischer und zeigt damit Ähnlichkeiten mit Artemis.
Hekate ist Tochter von Zeus und Titanennachkommin Asteria. Perses (Persaios) ist ihr Stiefvater. Nachkommen von ihr sind jedoch kaum überliefert.


Helios

Helios
Helios im Sonnenwagen

Helios (auch selbst Hyperion genannt), bekanntester Sohn von Hyperion und Theia, ist Sonnengott und Gott des Lichts, der "Strahlende", der tagtäglich den Sonnenwagen mit den zwei Pferden Areion und Phaeton über den Himmel lenkt.
Er wird auch, im Osten aus einer Bucht aufsteigend (Homers Odyssee), unermüdlich über den Himmel wandernd und abends ins nächtliche Dunkel wieder in den Okeanos steigend beschrieben. Nachts fährt er dann von den Hesperiden zu den Aithiopen schlafend in einer Schale zurück.
Helios gilt als Symbol des Lebens - bei der Geburt sieht man das Licht der Sonne - ist der "Lichtbringer", die schöpferische Lebenskraft. Als Heigott ist er Gott des Augenlichts, der Blindheit heilt.
Er sieht und hört alles, ist Zeuge aller guten und bösen Taten, bringt Unrecht ans Licht (Aischylos), bestraft mit Blindheit und wird als Schwurzeuge angerufen.
Nicht wenige Frauen und Geliebte werden ihm zugeschrieben: u.a. Aigle(2), Selene, Rhode - Mutter der Heliadai - (sieben von Zeus und Athene gesegnete Söhne), Klymene - Mutter des Phaeton und der sieben Heliaden.
Als Ehefrau wird jedoch die Okeanide Perse(is) genannt (u.a. Homer, Hesiod, Appolodor). Durch sie ist Helios Vater von Aietes, Kirke, Pasiphae u.a. Die bekanntesten seiner Kinder sind im folgenden beschrieben:


Aietes

Vater der Medea, der das goldene Flies in Gewahrsam hat.
Er brummt Held Iason und den Argonauten schwere Aufgaben auf und rückt das Flies nach deren Erfüllung immer noch nicht heraus.
Aietes muss mit ansehen wie Iason das Flies schließlich raubt und mit seiner Tochter flieht. Und dabei verliert er noch seinen Sohn Apsyrtos.

Kirke

Die Zaubergötin, die Odysseus' Gefährten auf seiner Irrfahrt in Schweine verwandelt - Odysseus wird nur deswegen nicht verwandelt, weil er von Hermes ein Gegenmittelkraut eingenommen hat -, wird durch die Verbindung mit ithakischen König Mutter von Agrios, Latinos und Telegonos, der seinen Vater später, da er ihn nicht erkennt, im Streit erschlägt.
Ansonsten tritt Kirke kaum in Erscheinung.
Jedoch wird sie in einigen Quellen auch noch als Geliebte des Glaukos(1) genannt und tritt in der Argonautensage auf.
Von ihr ist der Begriff "bezirzen" abgeleitet.

Pasiphae
Pasiphae
Pasiphae mit dem
kleinen Minotauros

Die Frau von König Minos auf Kreta und damit Mutter von Deukalion(2), Ariadne, Phaidra, Glaukos(2), Katreus, Androgeos u.a. - entbrennt in heißer Liebe zu einem weißen kretischen Stier, den Poseidon geschickt hat.
Der berühmte Baumeister Daidalos (Vater des Ikaros) muss eine hölzerne Kuh bauen, in die Pasiphae steigt. Aus der Verbindung entsteht Minotauros, ein Ungeheuer mit einem Stierkopf, den Minos in ein Labyrinth einschließen läst - das der gefangene Daidalos bauen muss - und mit sieben Männern und Frauen pro Jahr aus Athen füttert.
Erst Held Theseus erschlägt Minotauros und flüchtet mit und Dank der Hilfe von Ariadne (oder auch Phaidra).
Pasiphae spielt in mehreren Sagen eine Rolle, vor allem im Sagenkreis der Insel Kreta.

Phaeton

Phaeton versucht während Vaters Abwesenheit den Sonnenwagen zu lenken, kann aber die wilden Pferde nicht bändigen und stürzt ins Meer, was vor allem von seinen Schwestern, den sieben Heliaden sehr betrauert und beweint wird. Sie werden in Pappeln verwandelt und aus den Tränen um Phaeton wird Bernstein (Ovid).


Hygieia
Hygieia

Hygieia



Hypnos


Iris
Hypnos


Isis (Io)
Isis (Io)

Io (Isis)


Iris

Iris
Iris - die Götterbotin

Iris(Regenbogen) ist die Götterbotin, die von Göttern und Menschen gesandt wird - bis ins tiefe Meer und in die Unterwelt. Der Regenbogen ist der dabei von ihr zurückgelegte Weg bzw. ihr wehender Umhang.
Sie tritt aber auch selbständig als Helferin auf, in göttlicher oder menschlicher Gestalt. Allerdings hat sie nie als richtige Göttin bei den Griechen gegolten.
Laut Hesiods Theogonie ist sie die Tochter von Thaumas, von dem sie das "Wunderbare" hat, und der Okeanide Elektra(2), von der sie die Affinität zu Licht und Wasser erbt.



Metis
Metis - die Klugheit

Metis



Morpheus



Nereus

der greise Nereus
Nereus


Nike

Nike - die Siegesgöttin
Nike


Pan
Pan

Pan

Der Sohn des Hermes und einer Nymphe (Tochter des Dryops) ist bei der Geburt am ganzen Körper behaart und ziegenbeinig. Er ist ein Fruchtbarkeitsgott und gilt als Erfinder der Hirtenflöte, die auch nach ihm benannt ist.
Bekannt wird er vor allem dadurch, dass er Apollon zum Flötenwettstreit herausfordert und verliert, Nymphen nachstellt und auf Festen des Dionysos Flöte spielt und tanzt.
Er ist ein Fruchbarkeitsgott, wie man sich ihn vorstellt und wurde in nahezu ganz Griechenland verehrt.


Persephone

Persephone
Persephone

Pluto und Persephone
Hades raubt
Persephone

Pluto (Pluton, Plutos)

Pluto(n) ist ein Unterweltsgott, der die milde Seite der Unterwelt symbolisiert und in dieser Funktion Hades teilweise verdrängt.
Er wurde von Plutos differenziert, der die Fülle, den Reichtum oder den Getreidevorrat darstellt. Ziemlich lange wurden beide Funktionen in einer Gestalt (Plutos) gesehen, ehe sich Pluto(n) als Herr der Toten durchsetzte, während Plutos zwischen Allegorie und tatsächlicher Gottheit des Reichtums schwankte.
Plutos (besser Pluto(n)) ist nach Homer (Odyssee) und Hesiod (Theogonie) Sohn von Demeter und Iasion und wird auf Kreta angesiedelt.
Priapos
Priapos

Priapos


Selene

Selene - die Mondgöttin
Selene - die Mondgöttin

Über die griechische Mondgöttin gibt es nur spärliche Überlieferungen.
Sie ist eine Tochter von Hyperion und Theia. Als ihr Mann wird häufig Endymion genannt, und mit ihm taucht sie z.B. in der Sage um Kleobis und Biton auf.
Nach einigen Quellen war sie eine Geliebte von Helios. Teilweise wird sie auch der Sphäre der Nacht (Nyx) zugeordnet, und so mit Grab- und Totenkulten in Verbindung gebracht.


Triton

Triton
Triton



Winde, Windgötter




Aiolos

Der von Zeus eingesetzte Gebieter (und nach Homer Vater) der Winde gilt nicht wirklich als Gottheit. Er übergibt Odysseus einen Sack mit den eingefangenen Winden, damit der ungestört nach Hause segeln kann. Wenn da nur nicht der Neid und die Gier von Odysseus'; Gefährten wären.
Aiolos(2) ist Sohn von Hippotes, eines Urenkels des Hellen, dem direkten Nachfahren der Titanen und lebt mit Frau und Kindern (die Winde - 6 verheiratete Geschwisterpaare) glücklich auf der schwimmenden Insel Aiolia im fernen Westen (Homers Odyssee).
Teilweise wird er mit dem Sohn des Hellen Aiolos(1) gleichgesetzt.

Boreas
Boreas
Boreas - der Nordwind

Boreas ist die Personifikation des Nord- und Nord-Ost-Windes. Er ist König der Winde, von wilder Kraft, Kälte, Finsternis und Schnee bringend - wellenzerstäubend, den Äther aufheiternd, Gesundheit fördernd.
Boreas ist ein Sohn von Astraios und Eos und seine Brüder sind Euros, Notos und Zephyros.
Als bärtige, geflügelte Gottheit raubt er die Nereide Oreithyia und nimmt sie zur Frau.
Oreithyia gebiert ihm die Boreaden - Kalais und Zetes (Personifikationen der Nordstürme) - sowie die Tochter Chione.

Euros

Euros ist der Ost- und Südostwind.
Mit Affinität zur Morgenröte sind die Überlieferungen zu seinem Charackter ziemlich widersprüchlich. So ist er mal ungesund, mal definiert er gesunde Wohngegend. Anfänglich trocken, ist er am Ende feucht und er lässt Gegenstände am Himmel sichtklar und vergrößert erscheinen.
Seine Rolle in der Genealogie reduziert sich auf die Verwandschaft mit den anderen Winden.

Notos

Der Südwind gilt einmal als regenbringend, stürmisch und sichthindernd. An anderer Stelle ist er sanft, unstet, den Himmel aufheiternd.
Diese Zwiespältigkeit hatte ihren Ursprung im Enstehungsgebiet des Notos. Ersterer kam aus Richtung Lybien und Äthiopien, während letzterer aus der Nähe kam und sein Entstehungsort eher in Richtung Süd-Osten zu suchen war.
Auch Notos spielt in der Genealogie eher eine geringe Rolle.

Zephyros

Der starke West- und Nordwestwind ist Zephyros, mit Affinität zu Dämmerung und Finsternis im Gegensatz zur Morgenröte.
Kultische Verehrung genoss er vor allem im Raum Athen.