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Entschuldigt die Unannehmlichkeiten

Die Entstehung der Welt


der Ursprung die Unterwelt die Erde Finsternis Nacht Liebe Drache Ungeheuer Himmel, All der klare Himmel der Tag Vergeltung Wahnsinn Tod Schicksal Alter Geschick Verderben, Tod Zwietracht Schlaf Ungeheuer,

Löwenleib, Ziegenkopf, Schlangenschwanz - sowas halt Riesenseeschlange Riesenhund mit drei Köpfen,

Wächter der Unterwelt das Meer schlangenfüßige Riesen Hundertarmige mit 50 Füßen Riesen mit einem Auge Riesen,

die ersten Götter Rachegöttinnen ?-nymphen Todesfeen Verblendung Traum Ungeheuer Ungeheuer Meer Okeanide Frau des Titanen Kreios Tod Okeanide 3 alte Weiber mit zusammen einem Auge die bekannteste ist Medusa Meerungeheuer Meernymphen Regenbogen, Götterbotin 4 geflügelte Windgeister,

halb Mensch, halb Vogel Ausschnitt aus der Genealogie
Ausschnitt aus der Genealogie



Χάος (Chaos)

Der "gähnende" Urgrund, eine mythisch verkleidete Kosmogonie ohne eigene schöpferische Kraft ist der Ursprung alles Seins.
Die Griechen nannten diese, in die Genealogie integrierte Entität Chaos, und drückten damit einerseits das absolut leere, nichts enthaltende Vakuum, den Kosmos für die schaffenden Gewalten aus, seinen Platz als unermesslich klaffender Weltraum zwischen Himmel und Erde behauptend.
Andererseits war Chaos das Mischmasch, die Fülle, der ungeordnete, alles Schöpferische enthaltende Raum. Er stellt den Äther für die Kraft von z.B. Gaia oder Eros dar, ist aber immer negativ, und bringt an zweiter Stelle auch nur negative Dunkelmächte wie Nyx und Erebos hervor.
Nicht von ihm geschaffen aber in ihm entstanden sind Eros, Nyx, Erebos, Tartaros und natürlich Gaia (lat. Gäa, Gea) - die Erde als göttliches Wesen.
Zu Eros Abstammung gibt es noch eine weitere, häufiger genannte überlieferung, weshalb ich sie auch vorziehe und auf der Seite der Götter beschreiben werde.

Nyx Schwanthaler 6329
Nyx - die Nacht - By Henning Schlottmann (User:H-stt) (Own work) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Nύξ (Nyx)  -   ́Ερεβος (Erebos)

Nyx als Peronifizierung der Nacht ist unheimlich und verderblich.
Als kosmologische Potenz zeugt sie mit der personifizierten Finsternis Erebos (auch Herr der Dunkelheit und sogar der Unterwelt) Aither (der "leuchtend klare" Himmel) und Hemera (Tag) und wird damit zur Großmutter von weiteren Personifizierungen wie Wolken, Himmel und Meer. Sie ist aber weiterhin nicht nur Mutter von Morpheus (Schlaf), Hypnos (Traum) und Kairos (Günstige Gelegenheit).
Alle übel der Menschheit werden als ihre Kinder und Nachkommen angesehen, z.B.:
Ate (Verblendung), Eris (Zwietracht), Fama (Gerücht), Fames (Hunger), Ker (Verderben), Lyssa (Wahnsinn), Momos (Tadel), Nemesis (Vergeltung), Thanatos (Tod).


Τάρταρος (Tartaros)

Die Unterwelt schlechthin, als personifiziertes Gebilde der mythischen Kosmologie ist eine weitere, der aus dem Chaos entstandenen Urmächte; "ein finsterer, widerwärtiger, modriger, gottverhasster Raum mit ehernen Mauern und Toren, ein ungeheurer Schlund von Moder und Wirbelstürmen erfüllt, selbst für Götter unheimlich" (Aeneias), "ein besonderer Teil des Alls, so tief unter der Erde, wie der Himmel über ihr" (Homer).
Dabei war Tartaros sowohl Unterwelt selbst, als auch sein Herrscher.
Mit Gaia als Mutter ist er unter anderem Vater des Typhon (Typhoeus), eines Drachens und der Echidna.

Γη̃ (Ge, Gaia)  -  Ούρανός (Uranos)

Gaia Aristophanes
Gaia - Erde - von Wilhelm Heinrich Roscher,
via Wikimedia Commons

Gaia, die Erde gilt als mütterliche Urgottheit, als Mutter aller Lebewesen, die alles Sterbliche hervorbringt und damit Schöpferin einer ganzen Reihe mythischer Gestalten in der griechischen Sagenwelt, elementarer Ursprung sämtlicher Göttergenerationen, aber auch Hervorbringerin widergöttlicher Ungetüme und niederer Naturwesen.
Als erstes gebar sie den Uranos (Himmel, Kosmos - Bild rechts) in Parthenogenese (vaterlos), "damit er sie überall umhülle und den Göttern ein fester Sitz sei" (Hesiods "Theogonie") und nahm ihn zum Mann.
In späteren Überlieferungen (Apollodors "Bibliotheke") ist Uranos - aus dem Chaos entstanden - ihr Bruder und späterer Gemahl, seltener auch Ihr Enkel, als Sohn des Akmon.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass vor allem diese Überlieferungen der genealogischen Beziehungen ziemlich variabel sind.

Fotothek df tg 0000641 Astronomie ^ Forschung
Uranos (Himmel) - der erste Götterkönig - Tycho Brahe [Public domain], via Wikimedia Commons

Darüber aber, dass Uranos späterer Gatte der Gaia war, ist man sich so ziemlich einig. Und als der ist er Vater der verschiedensten, mehr oder weniger bekannten Gottheiten und Peronifikationen.

Erde und Himmel zeugten unter anderem - wie sollte es auch anders sein - das Meer (Pontos), von dem noch zu reden sein wird. Und das war noch eins der netteren Kinder der beiden.
Gaia gebar dem Uranos als erstes natürlich die Titanen, dann die Stammvater der Kyklopen - Arges, Brontes, Steropes und die drei Hekatoncheiren (Hundertarmige), die später die Gehilfen des Hephaistos sein werden - Briareos, Gyes und Kottos.
Titanen und Uranos hassen sich von Anfang an, auch weil Uranos sie in einer Erdhöhle verbarg und "nicht ans Licht ließ" (Hesiods "Theogonie").
Daraufhin erfindet Gaia eine List und überredet den jüngsten Titan Kronos den Vater zu entmannen. Sie formt eine Sichel ihren Bergen und mit dieser gelingt die Intrige.
Aus dem, von Kronos weggeworfenen und ins Meer fallenden Gemächt und dem entstehenden Spermaschaum soll Aphrodite ("die Schaumgeborene", Göttin der Liebe) entstanden sein. Jedoch finde ich die andere Überlieferung schöner und weniger obszön, nach der Aphrodite eine Tochter des Zeus ist. Sei es wie es sei.
Der bei der Kastration entstandene Blutstropfen fiel auf die Erde (wurde von Gaia aufgefangen) und beschehrte den überraschten das-letzte-Mal-Eltern die melischen Nymphen, die zwölf Giganten und die drei Erinyen (Rachegöttinnen) - Alekto (die nie ablasssende), Megaira (die Neiderin), Tisiphone(1) (die den Mord rächende).

Es ist nicht überliefert, ob der um seine Männlichkeit beraubte das Leben noch lebenswert fand, da er mythologisch im Gegensatz zu Gaia kaum in Erscheinung trat. Jedenfalls tritt er seine Herrschaft von da an an Kronos ab, und kaum einer redet noch über ihn.
Gaia ist aber wie so ziemlich jeder in der griechischen Mythologie nicht gerade treu und dann öfter mal fremd gegangen, auch wenn das im alten Griechenland nicht so negativ wie heute gesehen wurde, selbst wenn's die eigenen Verwandten sind. Ein Schäferstündchen in Ehren ...
So bekam sie von Pontos den Nereus (ein greiser Meergott), die Eurybie, den Thaumas (Tod) und eine Reihe von Schreckgestalten wie Phorkys und Keto, die - als Ehepaar - Eltern eines eigenen kleinen Sammelsuriums an Ungeheuern sind.
Sie gebar dem Zeus den Tityos (ein Riese), dem Poseidon den Antaios (ein weiterer Riese), dem Tartaros Typhon (oder Typhoeus - ein Drache) und Echidna (beide sind Eltern der Stürme und von ein paar Ungeheuern) sowie verschiedenen Vätern zugedacht einen weiteren Drachen namens Python.

Und so setzt sich ihre Mutterschaft fort, bis schließlich auch Menschen zu ihren Kindern zu zählen sind. Bestes Beispiel ist Erichthonios(1) (der "Erdgeborene", Vater ist nach einigen Quellen Hephaistos), der in der Sage um Athen in Erscheinung treten wird.
Die Schöpfungsgeschichte der Hellenen, wie sich die Griechen selber nannten, geht aber mit den Titanen weiter.